pferdeverhaltenstherapie

im laufe der domestikation des pferdes zum heutigen hauspferd hat das pferd sich an die neuen lebensbedingungen unter der obhut des menschen angepasst. die anpassungsfähigkeit ist jedoch beschränkt und das instiktive verhalten des pferdes als wildtier und dessen bedürfnisse haben sich bis heute nicht verändert.
in der haltung, dem umgang und der nutzung können deshalb verhaltensprobleme entstehen. folgende verhalten können auftreten:

unerwünschtes verhalten
beim unterwünschtes verhalten handelt es sich um verhaltensweisen, welche dem natürlichen verhalten des pferdes weitgehend entsprechen, jedoch probleme bei der nutzung und haltung bereiten. dies ist z.b.

  • agressivität im umgang wie beissen, schlagen, steigen

  • nicht einfangen, führen oder anbinden lassen

  • verladeprobleme

  • scheuen, verschiedene ängste

  • probleme beim hufe aufgeben oder beschlagen

  • durchgehen, bocken, steigen beim reiten

  • kleben

  • kopfschlagen, kopfschütteln, zungenprobleme, zähneknirschen

  • sattelzwang


verhaltensstörung
verhaltensweisen, die nicht bestandteil des natürlichen ethogramms sind oder das in hinblick auf modalität, intensität oder frequenz erheblich und andauernd vom normalverhalten abweicht. dies ist z.b.

  • koppen, zungenspiel, barrenwetzen, gitterbeissen

  • exzessives benagen von holz, kot- und erdefressen, übermässiges fressen

  • weben, boxen-, zaun- und achterlaufen

  • exzessives scharren, schlagen gegen die boxenwand

  • fehlprägung

  • gesteigerte aggressivität, automutilation

  • übertriebenes schweifreiben, fellpflege, kopfschlagen

 

pferdepsychologie
die pferdepsychologie beschäftigt sich mit der ethologie (lehre vom verhalten) und beruht auf wissenschaftlichen erkenntnissen. erst wenn man die bedürfnisse der pferde kennt, verhält man sich korrekt ihnen gegenüber und wird zum alphatier. ein harmonischen miteinander entsteht erst, wenn man sich den respekt und vor allem das vertrauen des pferdes erarbeitet hat.

 

lernpsychologie
das wissen darüber, wie pferde lernen, ist die grundlage für eine erfolgreiche arbeit mit dem pferd. was es für eine lernbereitschaft des pferdes braucht ist für mich entscheidend bei der ausbildung. ohne konzentration, ein/e vertrauenswürdige/r führer/in und entspannung ist ein lernen nicht möglich. wie man sich als mensch zu verhalten hat im umgang mit dem Pferd, um diese lernbereitschaft des pferdes zu erreichen, gebe ich meinen schüler/innen weiter.

  

meine ausbildung
mein weg mit pferden zu arbeiten brachte mich zu daniela bühler. bei ihr konnte ich die ausbildung zur dipl. pferdepsychologische verhaltenstherapeutin AzB und zert. pferdlehrerin AzB absolvieren. ebenfalls konnte ich daniela in verschiedenen kursen als co-trainerin unterstützen. auf verschiedenen höfen, bei verschiedenen trainern und mit pferden unterschiedlichster rassen und typen zu arbeiten haben mir viel erfahrung gebracht. immer wieder an mir und meinen methoden zu arbeiten und das individuum pferd in den Vordergrund zu stellen ist mir jedoch genau so wichtig.

 

angebot

die lernpsychologie mittels positiven Verstärkern ermöglicht mir eine zwanglose, konsequente und vertrauensvolle arbeit mit den pferden. das pferd als individuum steht dabei immer im vordergrund und wird anhand seiner natürlichen fähigkeiten entsprechend geschult und gefördert. ein motiviertes pferd-reiter-paar ist die basis für gleichgewicht, losgelassenheit und ausdruck. es erfüllt mich, pferde und menschen aus verschiedenen sparten auf Ihrem weg begleiten zu dürfen und mein fundiertes wissen weiterzuvermitteln.


die pferdeausbildung wird von mischi meister angeboten.

 

preise  
je nach dauer der arbeit mit den pferd, pro 15 min exkl. anfahrt und viereck sfr. 20.00
anfahrt immer ab maschwanden pro km sfr. 1.00
viereckmiete fliederhof pro stunde (wird je nach zeit abgerechnet) sfr. 14.00
ausbildung (beritt) exkl. pension sfr. 830.00
kurse sfr. 600.00 tagespauschale

bei kursen bei ihnen zu hause ist eine wegpauschale von bis zu 30 km inbegriffen.
ab 30 km wird pro km sfr 0.80 verrechnet.

 

draumur - wallach, islandpferd, 5-jährig
draumur wurde nie gründlich ausgebildet und hatte gelernt, dass auf den menschen keinen verlass ist. daraus resultierte, dass er sich losriss, sich nicht longieren und sich nicht mehr reiten liess. im gelände war draumur unsicher und hörte dabei nicht mehr auf den menschen. mit einem basis-aufbau von grund auf und dem konsequenten einhalten des kosten-nutzen-prinzips lässt sich draumur heute wieder longieren und reiten. losreissen ist nie mehr ein thema. durch den einbezug der beiden besitzerinnen eva und helen konnten diese die arbeit weiterführen und können nun problemlos ausreiten. helen hat ebenfalls mit draumur zusammen während dem beritt reiten gelernt und kann nun problemlos mit draumur umgehen und arbeiten.
hier einige bilder von helen's reitstunde mit draumur (2 monate nach dem beritt)

draumur1 draumur2 draumur3 draumur4

 

snot - stute, islandpferd, 7-jährig
snot hatte beim einreiten schlechte erfahrungen gemacht und liess sich von da an nicht mehr reiten. allgemein verhielt sie sich sehr wie ein wildpferd und hatte das vertrauen zum menschen verloren. sie war sehr distanziert, misstrauisch und ängstlich. mit viel geduld und einem sinnvollen aufbau konnte ich sie therapieren, sodass sie wieder geritten werden kann und man merkt, dass ihr die arbeit wieder spass macht. nun zeigt sich ihr wahrer charakter, der eher offen und menschenbezogen ist. hier einige abschluss-bilder:

 

snot1 snot2 snot3 snot4
  snot5 snot6