haltung

islandpferde werden dank ihrer robustheit bereits seit längerer zeit meistens in offenställen gehalten. immer mehr pferdebesitzer/innen anderer rassen erkennen die vorteile der offenställe. ein offenstall besteht meist aus zwei teilen. er setzt sich aus dem unterstand, der an 3 seiten geschlossen sein sollte und dem umzäunten aussenbereich zusammen. der offenstall sollte im idealfall verschiedenste anreize für die pferde beinhalten. z.b. baumstämme oder bäume zum drumherumlaufen und knabbern, die für rangtiefe pferde auch zum schutz oder zur anlehnung genutzt werden können. die vorteile des offenstalls liegen bei der möglichkeit der pferde zum sozialkontakt und zur freien bewegung. die pferde können somit natürlich in der herde leben und ihrem bewegungsdrang nachgehen, da pferde in freier wildbahn praktisch immer in bewegung sind. innerhalb der herde haben die pferde eine klare rangordnung und fühlen sich nicht wohl, wenn sie alleine sind. durch die haltung im offenstall sind die pferde enorm ausgeglichen und zeigen kaum verhaltensauffälligkeiten. natürlich muss der offenstall genügend gross und so eingerichtet sein, dass alle pferde ihren bedürfnissen nachgehen können. am schönsten ist es für pferde jedoch immer noch auf der weide. saftige, hohe gras-bestände sehen zwar schön aus, sind für pferde jedoch ungeeignet. die früheren steppen, wo pferde trockene und kurze gräser und hölzer fressen konnten, wurden abgelöst durch unsere heutigen fetten weiden, die zu eiweisshaltig für pferde sind. somit macht es sinn, die weiden eher kurz zu halten und den pferden ballaststoffhaltige fasern (stroh) als ausgleich zu liefern. ansonsten kann den pferden sowohl heu als auch heulage gefüttert werden. nebst kraftfutter bekommen viele pferde auch hartes brot, äpfel oder karotten. auf der weide können einige giftpflanzen wachsen, die pferdebesitzer/innen kennen müssen. es gibt auch solche, die die pferde instinktiv nicht fressen, solange sie andere fressmöglichkeiten haben. im offenstall ist dies jedoch nicht gewährleistet, deshalb ist es VERBOTEN, PFERDE DURCH DEN ZAUN ZU FÜTTERN! nebst dem problem, dass gewisse pflanzen giftig sind, gibt es pferde, die auf gewisse nahrungsmittel allergisch reagieren. ausserdem können die pferde durch regelmässiges von hand füttern frech werden.

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fotos: buch "wind in der mähne"
von angelika schmelzer